Tarifanpassung und -vereinfachung zum 1. Januar
Digitale Preise bleiben stabil - mehr Rabatt in den Apps
Wenig nachgefragte Fahrscheine entfallen
Bund und Länder haben eine Preisanpassung beim Deutschland-Ticket beschlossen. Auch die Tarife im Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) werden zum 1. Januar 2027 angepasst. Hintergrund sind die Kostensteigerungen im ÖPNV.
Deutschland-Ticket (D-Ticket) und bwtarif
Das D-Ticket Abo steigt auf monatlich 66,80 Euro. Entsprechend steigt der Preis vom D-Ticket Job auf 63,46 Euro (5% Rabatt) abzüglich des Mindest-Arbeitgeber-Zuschusses von monatlich 16,70 Euro. Somit müssen Arbeitnehmende maximal 46,76 Euro monatlich für das Jobticket aufbringen. Das D-Ticket JugendBW kostet ab 01. Januar monatlich 49,80 Euro. D-Tickets werden von Bund, Land und Kommunen finanziell bezuschusst.
Bereits zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember passt das Land die bwtarife an, u.a. steigt der Grundpreis für das Baden-Württemberg-Ticket um 1 Euro. Weiteres findet ihr bei bwegt
RVF-Tarife
Digitale Tickets bleiben preislich unverändert
Fahrscheine, die über die Apps gekauft werden, verteuern sich nicht. Der bereits bestehende Digitalrabatt für gelegentliche Fahrten wird sogar weiter ausgebaut. So kostet ein Einzelfahrschein der Preisstufe 1 in den Apps weiterhin 2,70 Euro und damit ab Januar 2027 ganze 50 Cent weniger als am Automaten. In der Preisstufe 3 beträgt der Preisvorteil gegenüber dem Automatenkauf sogar mehr als 1 Euro. Ab Januar bietet der RVF auch die Regiokarte Basis und die Kurzstrecke mit einem Digitalrabatt in den Apps an. Die vergünstigten digitalen Tarife sind in den Apps RVF mobil, VAG mobil und im DB Navigator erhältlich.
Auch das Check-in-Ticket über die Fairtiq-App profitiert davon, da es auf Fahrten eine Preisobergrenze gibt, der die digitalen Tarife nicht übersteigt. Eine Einzel- oder Tagesfahrt ist nie teurer als der Einzelfahrschein oder die Tageskarte als Mobilticket.
Moderate Anpassungen bei konventionellen Fahrscheinen
Für Fahrscheine, die am Automaten, an einer Verkaufsstelle oder beim Fahrpersonal gekauft werden, gelten ab Januar 2027 neue Preise. Einzelfahrscheine für Erwachsene steigen je nach Preisstufe um 20 bis 40 Cent. Der Einzelfahrschein der Preisstufe 1 kostet dann 3,20 Euro. Die Kurzstrecke wird künftig 2,00 Euro kosten. Die Preise für Tageskarten liegen zwischen 7,50 Euro für die Solo+-Tageskarte in Preisstufe 1 und 29,60 Euro für die Gruppen-Tageskarte in Preisstufe 3. Bei den Regiokarten fällt die Anpassung sehr gering aus.
Übersicht der Tarife ab 01.01.27
Außerdem gibt es Anpassungen in den Tarifbestimmungen und Beförderungsbedingungen des RVF.
Veröffentlichung zur Tarifanpassung
Tarifangebot wird schlanker
Mit der Einführung des Deutschland-Tickets hat sich die Nachfrage deutlich verändert. Viele Kundinnen und Kunden wünschen sich heute vor allem einfache und digitale Angebote. Vor diesem Hintergrund hat der RVF sein Tarifsortiment überprüft und auf stark nachgefragte Angebote konzentriert. Für alle Fahrscheine, die entfallen, stehen Alternativen zur Verfügung.
Ab Januar 2027 werden daher die Punktekarte, Gruppenfahrscheine, die Regiokarte Kind, die Regiokarte Jahr, die Regiokarte Job bzw. das JobticketBW sowie Ergänzungskarten zu den Nachbarverbünden nicht mehr angeboten.
Regiokarte Schüler: Nachweis wird einfacher
Bei der Regiokarte Schüler wird der Nachweis vereinfacht: Künftig entfällt die bisher erforderliche Stammkarte, die regelmäßig abgestempelt und vorgezeigt werden musste. Wie beim D-Ticket JugendBW reicht allen unter 21 Jahren als Nachweis ein Lichtbildausweis aus. Junge Menschen bis 27 Jahre benötigen zusätzlich einen Ausbildungsnachweis.
Weiteres erfahrt ihr in den FAQs.